Wege und Zonen: wo was hinkommt
Zeichne den Grundriss und lege vier Zonen fest. Wichtig ist, dass Kunden vom Eingang aus einen Rundgang finden, der an allem Wichtigen vorbeiführt, und dass sie am Ende an der Kasse ankommen, ohne sie zu suchen. Die meisten Menschen drehen beim Betreten nach rechts; plane den Rundgang so, dass er dort beginnt.
- Eingang: Hier brauchst du Platz zum Ankommen. Stell nichts in den ersten Schritten hinter der Tür auf; wer gleich an ein Regal stößt, geht wieder.
- Hauptwand: Die Wand gegenüber dem Eingang sieht jeder zuerst. Zeig dort deine wichtigste Ware oder dein Motiv.
- Mitte: Ein niedriger Tisch oder eine Insel lädt zum Stöbern ein, solange der Weg drumherum frei bleibt, mindestens 90 cm.
- Kasse: Sie steht dort, wo Kunden am Ende ihres Rundgangs ankommen, und nicht in der Mitte des Durchgangs. Von der Kasse aus solltest du die Tür sehen.
Ein Grundriss in Feldern
Rechne den Laden in Felder um, dann weißt du, was hineinpasst. Ein Feld misst rund 41 cm im Außenmaß, jedes weitere Feld in einer Richtung bringt 37,5 cm dazu. Für die Felder nebeneinander ziehst du von der Wandbreite rund 3,5 cm ab und teilst durch 37,5 cm, abgerundet. Die Tabelle zeigt, was auf typische Wandbreiten kleiner Läden passt:
| Wandbreite | Felder nebeneinander | Außenmaß |
|---|---|---|
| 2 m | 5 | 191 cm |
| 3 m | 7 | 266 cm |
| 4 m | 10 | 378,5 cm |
| 5 m | 13 | 491 cm |
Höhen staffeln
Niedrig in der Mitte, höher an den Wänden: So sieht man den ganzen Raum und Kunden sehen auch hinter die Insel. Ein Feld misst rund 41 cm im Außenmaß, zwei Felder übereinander rund 78,5 cm (Tischhöhe), drei rund 116 cm (Brusthöhe), vier rund 153,5 cm (Regalwand, oben noch ohne Leiter erreichbar).
Freistehend darf ein Regal höchstens 3-mal so hoch wie tief und wie breit sein. Drei Felder hoch bei einem Feld Tiefe stehen also frei. Mehr als 6 Felder übereinander gibt es nicht, höher als die Regel erlaubt geht es nur mit Wandbefestigung oder doppelter Tiefe. In einem kleinen Laden ist die Wandbefestigung meist die bessere Wahl, weil doppelte Tiefe Fläche kostet.
Wände nutzen
In einem kleinen Laden ist die Wand deine größte Fläche. Stell Regale an die Seiten und lass die Mitte frei, damit der Raum größer wirkt. Auf Wunsch tragen die Wände dein Motiv, so wird die Hauptwand zugleich Werbefläche: oben das Motiv, darunter die Ware. Milchige Wände an den Seiten beruhigen einen unruhigen Hintergrund, etwa eine alte Tapete, die du nicht überstreichen darfst.
Wenn du einen Laden auf Zeit einrichtest, findest du weitere Hinweise auf der Seite Ladeneinrichtung mieten. Bedruckte Wände kosten einmalig 19,90 € netto je Wand, ab 2 Wänden je Buchung, und gehören dir; beim nächsten Laden setzt du sie als „Vorhandene Wand“ wieder ein und zahlst nur 0,80 € je Ecke und Woche für die Befestigung.
Licht in Kürze
Gutes Licht macht aus wenig Fläche mehr. Leuchte die Hauptwand und die Insel gezielt aus, halte den Eingang hell und die Kasse gut lesbar. Eine Farbtemperatur für den ganzen Laden; warmes und kühles Licht gemischt wirkt wie zwei Läden. Prüfe abends von der Straße aus, wie der Laden durchs Fenster wirkt: Das Fenster ist dein größtes Plakat, und es ist nur dann eins, wenn es innen heller ist als draußen.
Typische Fehler beim Einrichten
Diese Fehler siehst du in kleinen Läden am häufigsten, und fast alle lassen sich an einem Nachmittag beheben:
- Zu viel Ware und zu viele Möbel: Der Raum wirkt voll, nichts fällt auf. Die Hälfte raus, der Umsatz bleibt.
- Wege, die zu schmal für einen Kunden mit Tasche sind: Er dreht um, bevor er kauft.
- Alles auf gleicher Höhe: Das Auge findet keinen Einstieg.
- Die Kasse im Weg oder weit weg vom Ausgang, oder so, dass man die Tür nicht sieht.
- Die Hauptwand leer oder mit der falschen Ware; dort gehört das hin, womit du Geld verdienst.
- Keine Reserve für Umstellen: Wenn alles fest verschraubt ist, fällt eine neue Anordnung schwer.
- Das Fenster als Lager: Kartons und Ständer hinter der Scheibe, statt Blick in den Laden.
Rechenbeispiel: Regalwand plus Theke
Ein kleiner Laden mit einer Regalwand (4 Felder breit, 3 hoch, 1 tief, zusammen 12 Felder) gegenüber dem Eingang und einer Theke (3 Felder breit, 2 hoch, 1 tief, zusammen 6 Felder) rechts davon, 4 Wochen. Das sind 18 Felder in zwei Regalen, deutlich über der Mindestmenge von 4 Feldern je Buchung. 4 Wände oben in der Regalwand tragen dein Motiv. Genau diesen Aufbau kannst du im Konfigurator öffnen und an deinen Grundriss anpassen.
| Posten | Betrag netto |
|---|---|
| Miete 18 Felder, zwei Regale, 28 Tage, mit Staffelrabatt | 677,66 € |
| 4 bedruckte Wände, einmalig, gehören dir | 79,60 € |
| Versand hin und zurück, etwa 2 Pakete | 58,00 € |
| Zusammen | 815,26 € |
| Kaution, kommt nach der Rückgabe zurück | 360,00 € |
Was am Aufbautag zählt
Das Regal kommt 3 Werktage vor dem Mietbeginn, damit Zeit zum Aufbauen bleibt. Klebe die Standorte aus dem Grundriss mit Malerkrepp auf den Boden, bau dort auf, wo das Klebeband liegt, und räum die Ware erst ein, wenn alle Regale stehen. Dann geh hinaus, komm als Kunde wieder herein und schau, was du zuerst siehst. Wenn es die Kasse ist, stell sie um. Kommt der Mietvertrag für die Fläche doch nicht zustande, kannst du stornieren: Bis 14 Tage vor dem Mietbeginn bekommst du die Miete voll zurück.
Dein nächster Schritt
Zeichne deinen Grundriss mit Eingang, Hauptwand, Mitte und Kasse auf und markiere die Wege. Rechne die Wände in Felder um. Wie ein Aufbau mit Wylli aussieht, steht auf der Seite Wylli für Pop-up-Stores. Im Konfigurator stehen Regalwand und Theke aus dem Rechenbeispiel schon bereit, du siehst Maße und Preis.


































