Erst klären: Hausregeln und Sicherheit
Bevor du planst, frag den Betreiber des Ortes nach seinen Regeln. Jedes Haus hat eigene Vorgaben: Was darfst du aufstellen, wie hoch, wie dicht an Fluchtwegen, brauchst du Nachweise für Material und Dekoration, wie wird abgenommen, wer schließt abends ab? Eine Galerie, eine Hochschule und eine leerstehende Ladenfläche beantworten diese Fragen sehr unterschiedlich.
Die Teile von Wylli haben keinen Brandschutznachweis. Verlangt dein Haus einen, kläre das, bevor du mietest. Zu Brandschutz und Statik machen wir keine Zusagen, und für einen sicheren Aufbau bist du verantwortlich: Sockel stehen frei und werden nicht am Boden verschraubt, also gehört nichts darauf, das umfallen und jemanden verletzen kann.
Sockel in jeder Höhe
Ein Sockel besteht aus einem oder mehreren Feldern mit einer Fläche oben. Sie wachsen in Schritten von 37,5 cm, ein Feld ist rund 41 cm hoch, zwei Felder rund 78,5 cm, drei rund 116 cm. Mit einem Regalboden oben entsteht die Fläche für das Objekt, in Birke, Weiß oder Acryl; ein milchiger Acrylboden lässt sich von unten beleuchten.
Unterschiedliche Höhen führen den Blick durch den Raum: niedrig für Großes und für Dinge, die man von oben anschaut, hoch für Kleines, das auf Augenhöhe gehört. Plane Gruppen mit zwei bis drei Höhen und lass dazwischen Platz zum Gehen. Wylli ist für Warenpräsentation gemacht, nicht für schwere Lasten: Modelle, Prototypen, Keramik, Textilien und Drucke ja, Gussteile und Steinblöcke nein; schwere Objekte brauchen einen anderen Träger.
| Felder übereinander | Höhe der Fläche | Passt für |
|---|---|---|
| 1 | 41 cm | Große Objekte, Modelle von oben betrachtet, Sitzmöbel |
| 2 | 78,5 cm | Tischhöhe: Prototypen, Bücher zum Blättern, Material zum Anfassen |
| 3 | 116 cm | Augenhöhe: kleine Objekte, Schmuck, einzelne Stücke mit Wirkung |
Stellwände für Texte und Grafiken
Eine Stellwand baust du aus Feldern und setzt Wände davor. Eine Wand misst 37,2 cm × 37,2 cm cm. Milchige Wände geben einen ruhigen, durchscheinenden Hintergrund, bedruckte Wände tragen Titel, Raumtexte und Grafiken; dazwischen bleiben offene Felder für Objekte, die zum Text gehören.
Für ein großes Bild über mehrere Wände legst du eine Datei je Motivfläche an, mit 5 mm Beschnitt. Schrift hält 10 mm Abstand zu Kanten und Fugen. Die Fugen zwischen den Wänden sind 3 mm breit. Frei stehende Wände dürfen höchstens 3-mal so hoch wie tief und wie breit sein, höhere Aufbauten befestigst du an der Wand; eine Stellwand aus drei Feldern Höhe und einem Feld Tiefe steht also frei, eine aus vier Feldern braucht zwei Felder Tiefe.
Der Rundgang
Eine Ausstellung wird gegangen, nicht angeschaut. Plane deshalb zuerst den Weg und dann die Stationen daran. Der Eingang braucht einen Titel und einen Satz, der sagt, worum es geht; danach folgt eine Reihenfolge, die eine Geschichte erzählt, und am Ende ein Platz zum Verweilen, Reden und Mitnehmen.
- Am Eingang: Titelwand mit Namen der Ausstellung, Datum, Namen der Beteiligten.
- Erste Station: das stärkste Stück, damit niemand nach drei Schritten umkehrt.
- Dazwischen: Sockel und Stellwände im Wechsel, nie zwei Textwände hintereinander.
- Wege mindestens 120 cm breit, vor beliebten Stücken mehr, damit Gruppen stehen können.
- Am Ende: Gästebuch, Visitenkarten, ein Platz für Gespräche, bei der Vernissage die Getränke.
Gut lesbar: Texte und Beschriftung
Ausstellungstexte werden im Stehen gelesen, oft im Gehen und oft bei schlechtem Licht. Das hat Folgen für die Gestaltung: kurz, groß, kontrastreich.
- Titel groß, Raumtexte kurz, Objektbeschriftung klein, aber gut lesbar; ein Raumtext hat höchstens sechs Sätze.
- Texte auf Augenhöhe, nicht über Kopf und nicht in Bodennähe, also auf der dritten Ebene der Stellwand.
- Schwarze Schrift auf hellem Grund ist am besten lesbar.
- Wenn eine Beschriftung nachträglich wechselt, plane eine kleine Karte vor der Wand statt eines Neudrucks.
- Ein QR-Code neben dem Raumtext führt zu mehr: Texte, Biografien, Preise, ohne die Wand vollzuschreiben.
Ein Beispiel für eine kleine Werkschau
Für eine kleine Werkschau: sechs Sockel in verschiedenen Höhen und eine Regalwand für kleinere Objekte. Die Tabelle zeigt die Miete für 12 Felder, wie in der Vorlage „Studio“, netto, mit Böden aus Birke und Staffelrabatt: Jede weitere Woche wird günstiger, bis zu 30 %. Dazu kommen 29,00 € Versand je Paket hin und zurück, bedruckte Wände mit 19,90 € je Wand einmalig und die Kaution von 240,00 €, die zurückkommt.
| Dauer | Miete netto | pro Woche im Schnitt |
|---|---|---|
| 1 Woche | 118,80 € | 118,80 € |
| 2 Wochen | 225,72 € | 112,86 € |
| 4 Wochen | 439,56 € | 109,89 € |
Zeitplan bis zur Vernissage
Wylli kommt per DHL 3 Werktage vor dem Mietbeginn, die Versandtage zählen nicht zur Mietzeit. Ein Paket fasst etwa 15 Felder. Rechne vom Eröffnungsabend zurück:
- Vier Wochen vorher: Hausregeln geklärt, Grundriss mit Rundgang gezeichnet, Sockel und Wände gezählt.
- Drei Wochen vorher: Texte und Grafiken fertig, Druckdaten hochgeladen, Aufbau gebucht; mit Gestaltung durch uns zwei bis drei Wochen einplanen.
- Eine Woche vorher: Lieferung angenommen, Licht geprüft, Beschriftungen gedruckt.
- Zwei Tage vorher: Aufbau, damit Licht, Beschriftung und Wege noch angepasst werden können.
- Vortag: Rundgang mit jemandem, der die Ausstellung nicht kennt. Was er nicht versteht, ändert sich noch.
- Nach der Ausstellung: Teile in die Kartons, Pakete bei DHL abgeben, bedruckte Wände behalten.
Dein nächster Schritt
Frag zuerst nach den Hausregeln und zeichne dann den Rundgang mit Sockeln und Wänden in Feldern in den Grundriss. Wie Ausstellungen mit Wylli aussehen, zeigt die Seite Wylli für Ausstellungen und Werkschauen. Im Konfigurator siehst du Maße und Preis deines Aufbaus.

































